Abnehmen durch Magenverkleinerung

Eine Magenverkleinerung ist ein chirurgischer Eingriff, mit dem das Übergewicht um mindestens 50% reduziert werden kann. Neben dem gewünschten Gewichtsverlust verbessern sich auch verschiedene Begleiterkrankungen. Für Betroffene beginnt ein neues Leben!

Warum braucht es Chirurgie zum Abnehmen?

Haben Sie auch schon versucht, mit verschiedenen Diäten oder durch die Einnahme von Medikamenten Ihr Gewicht zu reduzieren? Leider sind diese Methoden oft erfolglos und verschlimmern die bestehende Situation sogar noch durch den sogenannten Jojo-Effekt, bei dem das neue Endgewicht höher ist als das Ausgangsgewicht. Mit Diäten kann in der Regel ein Gewichtsverlust von 5-10% des Körpergewichts erreicht werden. Dazu muss ein adipöser Patient jedoch bereit sein, bestehende Ernährungsgewohnheiten zu verändern und regelmässige Bewegung in den Alltag zu integrieren. Vielen Adipositas-Betroffenen fällt das sehr schwer. Was erschwerend hinzu kommt, ist die durch Adipositas ausgelöste hormonelle Fehlregulation, die dafür sorgt, dass der Körper immer zu seinem Maximalgewicht zurückkehrt. Somit bleibt oft nur die Operation als Möglichkeit der langfristigen Gewichtsabnahme.

 

Wann kommt ein chriurgischer Eingriff in Frage?

Als Adipositas-Patient kann man sich nicht einfach so operieren lassen. Die Entscheidung für einen chirurgischen Eingriff trifft ein Team von Fachspezialisten. Damit ein sogenannter "bariatrischer" Eingriff durchgeführt werden kann, müssen verschiedene in der Schweiz verbindliche Rahmenbedingungen erfüllt sein.
Dazu zählen:

  • ein BMI von über 35 kg/m2
  • mindestens 2 Jahre Diäterfahrung/der Versuch, Gewicht mit Diät zu reduzieren
  • keine gesundheitlichen Risiken, die einem chirurgischen Eingriff entgegenstehen
  • Verpflichtung zur 5-jährigen Nachsorge in einem Adipositas-Zentrum.

Adipositas-Patienten müssen sich darüber im Klaren sein, dass sich ihr Leben nach dem Eingriff vollständig ändern wird. Nur wer wirklich für diesen Schritt bereit ist, kann operiert werden.

 

Welche Operationen zur Magenverkleinerung sind erfolgversprechend?

Im Adipositas-Netzwerk führen erfahrene Chirurgen die Magenbypass- und die Schlauchmagen-Operation durch. Beide Eingriffe bewirken eine Verringerung des Hungergefühls und verhindern die Nahrungsaufnahme in grossen Mengen. Langzeitergebnisse zeigen, dass diese Verfahren einen durchschnittlichen Übergewichtsverlust von mindestens 50% ermöglichen. 

 

Was Sie unbedingt wissen sollten

Nach der Operation ist die Umstellung der Essgewohnheiten zwingend notwendig. Einserseits ist das Hungergefühl unterdrückt, andererseits kann der Magen aufgrund des kleineren Volumens keine grossen Mengen mehr aufnehmen. Am Anfang muss häufig zusätzlich Eiweiss eingenommen werden. Die Einnahme von Multivitamin-Präparaten ist lebenslang notwendig. Um Ihr Zielgewicht erreichen und halten zu können, müssen Sie Bewegung in Ihren Alltag integrieren.

Verliert Ihr Körper schnell viel Gewicht, kann es zu teilweise massiven Hautüberschüssen kommen, die sich nicht zurückbilden. Hier kann mit plastischer Chirurgie (sogenannte "rekonstruktive" Chirurgie) das Körperbild wieder hergestellt werden. 

Eine Magenverkleinerung führt nicht nur zur Abnahme des Übergewichts von mindestens 50%, sie trägt auch zur Verbesserung der Lebensqualität bei, da viele Begleiterkrankungen gelindert werden oder nicht mehr auftreten.