Die Zuckerkrankheit

Die Zuckerkrankheit, auch Diabetes mellitus genannt, ist eine häufige Begleiterkrankung der Adipositas und eine der weltweit häufigsten Erkrankungen. Wird sie rechtzeitig erkannt und behandelt, lassen sich schwerwiegende Folgeschäden vermeiden.

Was bedeutet Diabetes mellitus?

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Unterschieden wird zwischen Diabetes mellitus Typ 1 - bei diesem produziert die Bauchspeicheldrüse wenig oder kein Insulin - und Diabetes mellitus Typ 2, bei dem es zu einer Beeinträchtigung der Verarbeitung von Blutzucker (Glukose) durch den Körper kommt). 

 

Wie kommt es zu Diabetes?

Bei stark übergewichtigen Personen besteht durch die anhaltende Überernährung ein Überangebot an Zucker. Dadurch produziert der Körper ständig Insulin, weshalb die Empfindlichkeit der Muskel- und Fettzellen für das Insulin sinkt. Das im Blut vorhandene Insulin reicht dann nicht mehr aus, um den Zucker abzubauen. Der Körper leidet an einem Insulinmangel.

Drei Faktoren gelten als hauptverantwortlich für den Diabetes mellitus Typ: starkes Übergewicht, Bewegungsmangel und die Vorliebe für eine kohlenhydratreiche Ernährung. Umgekehrt bedeutet das: wenn jemand  Normalgewicht hat, regelmässige Bewegung in den Alltag integriert und sich gesund ernährt, kann ein Typ-2-Diabetes zum Verschwinden gebracht werden, sofern er rechtzeitig erkannt und direkt und konsequent gehandelt wird.

 

Wie erkenne ich ob ich unter Diabetes mellitus Typ 2 leide?

Die ersten Anzeichen und Symptome können eine sehr trockene Haut, vermehrter Durst und starker Harndrang sein. Auch Müdigkeit, schlecht heilende Wunden und eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen können Zeichen für eine Zuckerkrankheit sein.

Leider treten die Symptome beim Typ-2-Diabetes oft sehr dezent auf, da sich die Krankheit über einen längeren Zeitraum entwickelt und der Stoffwechsel deshalb nur langsam aus der Bahn gerät. Daher birgt der Typ-2-Diabetes die Gefahr, dass er oft gar nicht entdeckt wird oder nur nebenbei, wenn der Patient sich wegen einer anderen Krankheit behandeln lässt. Häufig liegt bei der Diagnose bereits ein diabetischer Folgeschaden vor.

Wichtig ist daher, den zu hohen Blutzuckerspiegel rechtzeitig zu erkennen, um Folgeerkrankungen vorzubeugen. Bei Ihrem Hausarzt können Sie einfache Bluttests durchführen lassen, die Ihnen Auskunft darüber geben, ob bei Ihnen ein Diabetes Mellitus vorliegt.

 

Welche Folgeerkrankungen hat ein Diabetes mellitus Typ 2?

Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel schädigt die Blutgefässe, was zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen kann. Dazu zählen der diabetische Fuss, die diabetische Retinopathie (Schäden an der Netzhaut), die diabetische Nephropathie (Nierenschäden) und die diabetische Neuropathie (Nervenschäden). Auch ein Herzinfakrt oder Schlaganfall kann eine Spätfolge des Diabetes sein.

Wenn Sie an starkem Übergewicht leiden, ist es sehr ratsam, einen Test durchführen zu lassen, damit eine mögliche Zuckerkrankheit frühzeitig entdeckt und so rasch wie möglich behandelt werden kann.

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