Spitalaufenthalt und Nachsorge

Im Adipositas-Netzwerk werden regelmässig bariatrische Operationen durchgeführt. Hier erhalten Sie die wichtigsten Informationen zum Sitalaufenthalt und zur Nachsorge.

Die Experten des Adipositas-Netzwerks führen Magenbypass- und Schlauchmagen-Operationen durch. Sie operieren im Kantonsspital Winterthur und im GZO Spital Wetzikon. Die Nachsorge wird in allen drei Spitälern des Adipositas-Netzwerks, also auch in Winterthur durchgeführt.

Die wichtigsten Informationen zu Spitalaufenthalt und Nachsorge

Wie funktioniert der Eintritt ins Spital?

Sie treten am Operationstag ins Spital ein. Der Zeitpunkt für den Eintritt ist abhängig davon, ob noch Untersuchungen im Vorfeld notwendig sind, die dann direkt im Spital durchgeführt werden. Der gesamte Spitalaufenthalt dauert in der Regel 4 Tage.

Wie verläuft die Operation?

Die Operation findet unter Vollnarkose statt, dabei wird auch bereits die Dichtigkeit der Naht geprüft. Wie lange die Operation dauert, hängt davon ab, ob eine Magenbypass- oder eine Schlauchmagen-Operation durchgeführt wird.

Was geschieht nach der Operation?

Am Tag nach dem Eingriff wird eine Untersuchung mit Röntgenkontrastmittel durchgeführt, um den positiven Verlauf der Operation zu überprüfen und zu bestätigen.

Jetzt startet der Kostaufbau. Da die Verfahren das Magenvolumen stark einschränken und von der Operation eine gewisse Schwellung vorhanden ist, kann zu Beginn nur flüssige Nahrung aufgenommen werden. Wegen der kleinen Mengen pro Mahlzeit ist es wichtig, dass Sie den ganzen Tag über trinken, um genügend Flüssigkeit aufzunehmen.

Im Laufe der nächsten Tage wird die Ernährung nach und nach angepasst. Nach ca. 4 Tagen kann in der Regel weiche Kost eingenommen werden.

Wie erfolgen der Austritt aus dem Spital und die Nachsorge?

Am 4. Tag (inkl. OP-Tag) verlassen Sie das Spital. Für Sie beginnt nun ein völlig neuer Lebensabschnitt.

Nicht nur die Art der Nahrung und deren Aufnahme müssen verändert werden, sondern auch die alltäglichen Gewohnheiten. Dabei unterstützen wir Sie in anfänglich engmaschigen und langfristig jährlichen Nachsorgeuntersuchungen. Zu diesen verpflichten Sie sich bereits vor der Operation, da die Kostenübernahme durch die Krankenkasse sonst nicht gewährleistet ist.

Was ist nach der Operation anders?

Nach einer Adipositas-Operation werden Umstellungen der Lebensgewohnheiten notwendig:

  • Die Nahrungsaufnahme muss auf mehrere kleine Mahlzeiten verteilt werden, anfangs mit zusätzlichen Zwischenmahlzeiten.
  • Sie können nur noch kleine Portionen zu sich nehmen, müssen mehr kauen und langsam essen.
  • Die Flüssigkeitsaufnahme von mindestens zwei Litern pro Tag muss auf viele kleine Portionen verteilt werden. Kohlensäure- und kalorienhaltige Getränke (Süssgetränke) sollten Sie meiden.
  • Trinken Sie unmittelbar vor dem Essen und legen Sie nach dem Essen eine 30 minütige Trinkpause ein.
  • Stellen Sie die Mahlzeiten ausgewogen zusammen. Zuerst sollen immer die Eiweisse (Fleisch, Käse, Fisch), dann die Beilagen, dann das Gemüse gegessen werden.
  • Nikotin und Alkohol sind zu vermeiden, soweit es geht.
  • Die Einnahme von Multivitamin- präparaten ist lebenslang notwendig. Am Anfang ist häufig zusätzlich die Einnahme von Eiweissprodukten nötig.
  • Nach einem erheblichen Gewichtsverlust, können teilweise massive Hautüberschüsse zurückbleiben. Diese zu entfernen, ist ein Verfahren der plastischen Chirurgie.

Ein chirurgischer Eingriff ist ein wichtiger Teil der Behandlung der Adipositas, sie ist aber keinesfalls die alleinige Lösung.

Letzte Aktualisierung: 23.09.2020