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Webinar ADIPOSITAS - Eine Krankheit oder nur ein Mangel an Disziplin?

Webinar, 19.11.2020 - von 18 bis 19 Uhr, 1 SGAIM Credit

Adipöse Menschen zeigen ein komplexes Krankheitsbild und gehören aufgrund ihrer Begleiterkrankungen zur Risikogruppe für schwere Verläufe bei COVID-19. Das Adipositas-Netzwerk lädt Ärztinnen und Ärzte zu einem Webinar ein, das über die Krankheit und Therapiemöglichkeiten informiert. (Link zum Programm)

In der Schweiz leben mehr als 390'000 Menschen mit Adipositas1. Sie leiden nicht nur an ihrem Übergewicht und den daraus resultierenden Begleiterkrankungen. Adipöse Patienten können zudem schwerere Verläufe bei COVID-19 haben. Um über die Krankheit aufzuklären und einen Überblick über die Möglichkeiten des multimodalen Therapiekonzepts bei Adipositas zu geben, lädt das Adipositas-Netzwerk medizinische Fachpersonen zu einer online Veranstaltung ein.

Wissen über Adipositas und die Behandlung der Krankheit ist heute noch wichtiger

«COVID-19 bedeutet ein zusätzliches Risiko für Adipositas-Patienten. Deshalb sind die Aufklärung und das Wissen über die Vorbeugung, Behandlung und Begleitung adipöser Patienten heute noch wichtiger.», sagt Dr. med. Rainer Brydniak, Leitender Arzt Chirurgie Kantonsspital Schaffhausen. Die langfristige Übergewichtsreduktion ist eines der wichtigsten Therapieziele. Eine Gewichtsabnahme senkt nicht nur das Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19, die Symptome verschiedener Begleiterkrankungen können reduziert oder sogar vollständig beseitigt werden und Patienten gewinnen wieder mehr Lebensqualität.

Die Ernährungsumstellung ist das Hauptelement der Adipositas-Therapie

Die Adipositas-Therapie unterscheidet konservative und chirurgische Behandlungsformen. Die Ernährungsumstellung spielt bei beiden Therapiekonzepten eine wesentliche Rolle. Dabei geht es nicht um eine Diät, sondern um die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, an welchen über Jahre mit guter Lebensqualität festgehalten werden kann. Eine bewusste, ausgewogene Ernährung mit allen Komponenten in reduzierten Mengen steht dabei im Vordergrund. Patienten, die sich für eine bariatrische Operation zur Gewichtsreduktion entscheiden, müssen auf die Veränderung ihres Verhaltens nach dem Eingriff vorbereitet sein.

Voraussetzung für eine bariatrische Operation

Ein chirurgischer Eingriff zur Gewichtsabnahme bedarf bestimmter Voraussetzungen. Patienten mit einem Body Mass Index (BMI) ab 35 kg/m2, bei denen eine vorherige zweijährige konservative Therapie zur Gewichtsreduktion erfolglos blieb, qualifizieren grundsätzlich für eine Operation. Sie dürfen keine gesundheitlichen Risiken aufweisen, die einer bariatrischen Operation entgegenstehen. Sie müssen für diesen Schritt bereit sein und sich zu einer 5-jährigen Nachsorge in einem von der Swiss Society for the Study of Morbid Obesity and Metabolic Disorders (kurz SMOB) akkreditierten Adipositas-Zentrum verpflichten. «Ab einem BMI von über 35 kg/m2 kann das Übergewicht lebensbedrohlich werden. Für extrem Übergewichtige ist eine Operation die einzige Option.», sagt PD Dr. med. Daniel M. Frey, Chefarzt und Departementsvorsteher der Chirurgie am GZO Spital Wetzikon.

Mehr als 3,5 Millionen Menschen in der Schweiz sind übergewichtig1

Gemäss Bundesamt für Gesundheit sind rund 42% der erwachsenen Bevölkerung in der Schweiz übergewichtig, 11% davon sind adipös. Bei Kindern und Jugendlichen sind rund 15% übergewichtig/adipös. Damit haben sich Übergewicht und Adipositas in der Schweiz wie in vielen anderen Ländern zu einer Volkskrankheit entwickelt. Die Verbreitung stellt eine grosse Herausforderung für das Gesundheitssystem und die Prävention dar.

Adipositas-Netzwerk sichert hohe Qualität bei der Behandlung von Adipositas

Alle drei Netzwerk-Spitäler verfolgen ein Ziel: «Wir möchten die Gesundheit und Lebensqualität von Adipositas-Patienten massgeblich verbessern. Dank der Verbindung der drei Spitäler erhalten unsere Patienten die bestmögliche Behandlung und Begleitung. Sie profitieren von einem grossen medizinischen Expertenwissen und der Einhaltung höchster Qualitätsstandards, sagt Dr. med. Adrienne Imhof, Chefärztin Klinik für Chirurgie und Orthopädie, Spitäler Schaffhausen sowie Gründungsmitglied und Präsidentin des Adipositas-Netzwerks.

Über Adipositas

Der Begriff «Adipositas» kommt aus dem Lateinischen und bedeutet starkes oder krankhaftes Übergewicht. Oft wird er auch mit «Fettleibigkeit» oder «Fettsucht» übersetzt. Von Adipositas spricht die Weltgesundheitsorganisation WHO ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 30.2 Adipositas ist eine komplexe Ernährungs- und Stoffwechselerkrankung, die zu einem erhöhten Risiko für schwerwiegende Begleiterkrankungen führt – unter anderen Herzkreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und einige Krebsarten.1 Die Anzahl adipöser Menschen hat sich in den letzten 30 Jahren verdreifacht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet Adipositas als grösstes chronisches Gesundheitsproblem überhaupt.

Über das Adipositas-Netzwerk

Das Adipositas-Netzwerk ist aus einer Kooperation der Spitäler Schaffhausen, des Kantonsspitals Winterthur und des GZO Spital Wetzikon entstanden. Es wurde 2015 gegründet und besteht seit 2019 als Verein. Im Adipositas-Netzwerk begleitet und behandelt ein interdisziplinäres Expertenteam adipöse Patienten von der Erstberatung über die Therapiewahl bis hin zur Nachsorge einer bariatrischen Operation. Gestärkt wird das Netzwerk durch die enge und koordinierte Zusammenarbeit mit Zuweisern und Partnern, die die Vision des Netzwerks teilen.

Weitere Informationen: adipositas-netzwerk.ch
Webinar Adipositas – Eine Krankheit oder nur ein Mangel an Disziplin: Programm und Anmeldung
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Referenzen

  1. Bundesamt für Gesundheit, eingesehen 7.10.2020
  2. Weltgesundheitsorganisation WHO, eingesehen 7.10.2020

© Adipositas-Netzwerk 2020. Alle Rechte vorbehalten.

Letzte Aktualisierung: 19.10.2020