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Mit viel Fleiss und Schweiss in ein leichteres Leben

Klettgau (SH), 25.06.2020 - Quelle: © Klettgauer Bote, Donnerstag, 25. Juni 2020, Seite 3

Stefan Bächtold aus Schleitheim hat in den vergangenen Monaten über fünfzig Kilo abgenommen und fühlt sich wie ein neuer Mensch.

Schleitheim – Wenn die Hose kneift und das Hemd spannt, fassen die meisten Menschen den Entschluss, ein paar Kilos abzuspecken. Mit Diäten und sportlicher Betätigung rückt man den überschüssigen Kilos auf die Pelle -und schnell stellt sich ein Erfolg ein. Wenn das Gewicht aber nicht nur eine optische Bürde wird, sondern auch richtig krank macht, sind medizinische Hilfsmittel oft der einzige Weg zurück in ein gesundes, leichteres Leben. «Mit einer Kleidergrösse von sieben bis acht XL konnte ich mir meine Kleider nur in einem speziellen Geschäft in München kaufen», sagt Stefan Bächtold aus Schleitheim, der erlebt hat, was es bedeutet, immer weniger am «normalen» Leben aufgrund seines Übergewichts teilzunehmen. Dabei haben die Einkäufe in München bei weitem nicht das grösste Problem dargestellt.

Lebensbedrohlicher Blutdruck und schmerzende Gelenke

Stefan Bächtold ist 48 Jahre alt und lebte bis vor einem halben Jahr in einem Körper, der wesentlich älter war. Die Gelenksbeschwerden und die Blutwerte erinnerten eher an einen alten Mann als an einen, der mitten im Leben steht. «Mein Blutdruck zeigte lebensbedrohliche Werte, hätte ich nichts geändert wäre ich nicht mehr viel älter geworden», gesteht sich Stefan heute ein. Auch die schmerzenden Gelenke bei seinem damaligen Gewicht von 175 Kilogramm standen ihm für viele Aktivitäten im Weg und die Atmung war so bedenklich, dass die Treppe zu Hause zur Herausforderung wurde. An seinem Arbeitsplatz konnte er vorwiegend im Sitzen seine Aufgaben erfüllen, auch hier fehlte es an Bewegung, aber das war für ihn damals auch gut so. Der Ausweg aus diesem schweren Leben begann mit einer Operation im vergangenen November im Kantonsspital Schaffhausen.

Bei Stefan Bächtold wurde ein Schlauchmagen operiert und somit der grösste Teil des Magens abgetrennt. Seither isst Stefan nicht nur weniger, sondern auch gesund. Dabei helfen ihm die regelmässigen Termine bei der Ernährungsberatung am Kantonsspital. Sein Leben hat sich aber nicht nur in Bezug auf die Essgewohnheiten geändert. In der Firma, in der er arbeitet, wurde eine Stelle frei, die mit mehr körperlicher Arbeit verbunden war. Er hat sich darauf beworben und kann nun dort in der Produktion arbeiten. Heute geht das sogar richtig gut, denn Stefan Bächtold hat bereits 53 Kilo abgenommen.

Freude an Bewegung entdeckt

Nebst den Umstellungen der Essgewohnheiten und beim Arbeitsplatz hat Stefan noch eine weitere Massnahme ergriffen im Kampf gegen die Kilos. Seit Februar trainiert er mindesten drei Mal in der Woche im HdM Training in Neunkirch, und das macht ihm mittlerweile richtig Spass. Da er eine ärztliche Verordnung für das Kraft-und Ausdauertraining hatte, konnte er auch während des Lockdowns weitertrainieren, und das tat er eisern. «Ich bin heute weniger müde, kann besser atmen und vor allem bin ich viel beweglicher als vor dem Trainingsstart», zieht er Bilanz. Ein weiterer positiver Effekt seiner grossartigen Gewichtsabnahme ist, dass er heute normale Blutwerte hat -und sogar der Blutdruck ohne die Einnahme von Medikamenten einfach normal ist. «Ich bin 48 Jahre alt und ich möchte, dass mein Körper auch wieder 48 Jahre alt ist», sagt er. Dieses gesunde Leben, das er heute führt, will er beibehalten, denn auch seine Gelenkbeschwerden sind Geschichte. An den Tagen, an denen er nicht im Fitnessstudio trainiert, geht er zu Hause auf sein Laufband oder in der Schleitheimer Natur eine Runde laufen.

Das Ziel ist noch nicht erreicht

Die beachtliche Gewichtsreduktion von 53 Kilogramm lässt sich bereits sehen. «Ich bekomme viele positive Reaktionen auf meine Veränderung aus meinem Umfeld», freut sich Stefan Bächtold. Am Ziel sei er aber noch nicht, erklärt er. Für ihn ist klar, dass weitere dreissig Kilogramm purzeln sollen. Daran werde er weiterarbeiten, bis er es erreicht habe, sagt er. Auch nach dem Erreichen seines Wunschgewichts von neunzig Kilogramm will er sein neues, leichteres Leben weiterführen, denn er fühle sich endlich wieder wohl und habe erst noch Spass dabei, freut er sich. (sgh)

Letzte Aktualisierung: 23.09.2020