Was bedeutet «Adipositas»?

Adipositas ist eine Ernährungs- und Stoffwechselerkrankung mit einer starken Erhöhung des Körpergewichts. Sie wird auch als Fettleibigkeit oder Fettsucht bezeichnet und geht in der Regel mit verschiedenen Begleiterkrankungen einher. Die Schwere der Erkrankung wird in Adipositas Grad 1, Grad 2 und Grad 3 ausgedrückt.

Wie entsteht Übergewicht?

Übergewicht entsteht, wenn im Körper ein Kalorien-Missverhältnis auftritt. Wird dem Körper mehr Energie zugeführt, als er verbrauchen kann, ist das Resultat ein Überfluss an Fettmasse. Die Ursachen für die erhöhte Kalorienzufuhr können unterschiedlich sein und sind sehr komplex. Nicht nur die Essgewohnheiten und fehlende Bewegung spielen eine Rolle, auch erbliche Veranlagung und psychische Ursachen können zu der Krankheit Adipositas führen.

In der Schweiz sind rund 42 Prozent  (mehr als 3.5 Millionen) der erwachsenen Bevölkerung übergewichtig, davon sind rund 11 Prozent (über 390'000) adipös. Bei den Kindern und Jugendlichen sind rund 15 Prozent übergewichtig/adipös. Da sich das Übergewicht mit dem Älterwerden nicht auswächst, wie es so oft heisst, ist Adipositas bei Kindern eine grosse Gefahr.

 

Wie wird die Erkrankung Adipositas (Fettleibigkeit) festgestellt?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert Adipositas mit dem sogenannten Body Mass Index (BMI). Dieser berechnet sich: Körpergewicht in kg geteilt durch Körpergrösse in Meter zum Quadrat.
Von Adipositas spricht man ab einem BMI von 30. Es gilt folgende Unterscheidung: 

  • Grad I: BMI 30 – 34.9
  • Grad II: BMI 35 – 39.9
  • Grad III: BMI ≥ 40 

 

Nicht nur der BMI, auch der Bauch- und Hüftumfang sind wichtige Faktoren

Ein erhöhter BMI allein ist nicht in allen Fällen problematisch. Dies gilt für Menschen mit viel Muskelmasse oder vermehrter Fettverteilung vor allem an Po und Oberschenkeln. Kritisch ist es, wenn der BMI und der Taillenumfang zeitgleich zunehmen. Fachpersonen messen daher das Verhältnis von Bauch- zu Hüftumfang. Hierfür wurden bestimmte Werte definiert, nach denen evaluiert werden kann, ob ein erhöhtes Erkrankungsrisiko vorliegt oder nicht. Hier ist vor allem das Verhältnis von Bauchumfang und Körpergrösse sehr aufschlussreich.

Berechnen Sie Ihren BMI und wenden Sie sich bei Unsicherheiten und Fragen an einen Arzt Ihres Vertrauens.