Rekonstruktive Chirurgie

Der schnelle und grosse Gewichtsverlust nach einer bariatrischen Operation kann zu massiven Hautüberschüssen führen. Die rekonstruktive Chirurgie kann dadurch verursachte gesundheitliche Probleme beheben und das Körperbild dem neuen Lebensgefühl anpassen.

Hat ein Patient nach einer bariatrischen Operation sehr schnell viel Gewicht verloren, kann sich am Körper überschüssige Haut bilden. Vor allem am Bauch kann sich eine grosse Falte bilden, die wie eine Schürze runterhängt (Fettschürze). Solche «Hautlappen» können aber auch an den Oberarmen, der Brust, den Oberschenkeln oder am Rücken entstehen.

Reibt die überschüssige Haut aneinander, kann es zu wunden Stellen kommen. Auch Entzündungen und Pilzinfektionen sind möglich, wenn der Patient schwitzt. Zusätzlich kann die ästhetische Komponente für Betroffene belastend sein. Viele Patienten möchten die überschüssige Haut loswerden, was ohne einen chirurgischen Eingriff nicht möglich ist.

Unser Angebot und weitere Informationen:

 

Welche körperkonturierenden Eingriffe werden im Adipositas-Netzwerk angeboten?

  • Körperstraffungen am ganzen Körper
  • Rekonstruktion der Bauchdecke falls nötig mit Straffung der Haut (Abdominoplastik)
  • Straffung der Oberarme (Entfernung von Haut- und Fettgewebe)
  • Straffung der Oberschenkel (Entfernung der überschüssigen Haut nachdem vorgängig in der gleichen Sitzung zuerst das Fettgewebe abgesaugt wurde (Liposuktion))
  • Straffung der Brust mit oder ohne Silikonimplantat
  • Korrektur einer Männerbrust (Gynäkomastieoperation)


Welche Ergebnisse lassen sich mit rekonstruktiver Chirurgie erzielen?

Grundsätzlich sind die Resultate abhängig vom Ausgangsbefund und natürlich vom aktuellen Body-Mass-Index (BMI). Die ästhetisch besten Resultate werden bei Personen mit tiefem BMI erzielt, da hier körperbetonende Strukturen besser definiert werden können.

Wichtig zu wissen: Es entstehen grosse, sichtbare Narben. Deshalb legen wir grossen Wert auf die Aufklärung und Bilddokumentation.


Wie verläuft die erste Konsultation?

Bei unserem ersten Gespräch möchten wir Sie kennenlernen und mehr über Ihren aktuellen Gesundheitszustand und mögliche Risikofaktoren (z. B. Rauchen, Diabetes, Herz- und Lungenerkrankungen) erfahren. Sie geben uns an, welche Körperzonen Sie einschränken bzw. für die Sie eine Korrektur wünschen. Wir sehen uns diese gemeinsam an und besprechen die möglichen Eingriffe. Wir erklären Ihnen, was während der Operation passiert, welches Resultat voraussichtlich möglich sein wird und welche Komplikationen auftreten können. Natürlich beantworten wir all Ihre Fragen und versuchen, Unsicherheiten oder Ängste so weit wie möglich auszuräumen. Zur Dokumentation nehmen wir mit Ihrem vorherigen Einverständnis Profilbilder dieser Körperzonen auf.

Sind alle Fragen beantwortet, überdenken Sie den Eingriff. Wenn Sie dazu bereit sind, melden Sie sich telefonisch oder per E-Mail, um einen OP-Termin zu vereinbaren.


In welchen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten für den Eingriff?

Falls ein Krankheitswert nachgewiesen werden kann, werden die Kosten von der Grundversicherung übernommen. Dazu sendet Ihr behandelnder Arzt die beim ersten Beratungsgespräch aufgenommen Bilder zusammen mit einer Kostengutsprache an Ihre Krankenkasse. Der Vertrauensarzt der Krankenkasse beurteilt, ob eine Leistungspflicht besteht oder nicht.


Vorbereitung auf den Eingriff

Da Sie den Termin des rekonstruktiven Eingriffs mitbestimmen, sollten Sie optimal darauf vorbereitet sein. Es ist wichtig, dass Ihr Hausarzt oder Ihr behandelnder Arzt im Adipositas-Zentrum Ihre Blut- und Nährstoffwerte kontrolliert und falls nötig optimiert hat. Ausserdem müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Ihr Gewicht sollte seit mindestens einem Jahr stabil sein.
  • Das Rauchen sollte mindestens 4 Wochen vor dem Eingriff gestoppt werden.
  • Unmittelbar nach dem Eingriff sollte keine Schwangerschaft geplant sein.


Spitalaufenthalt und Nachsorge

Die plastischen Chirurgen des Adipositas-Netzwerks operieren an verschiedenen Spitälern im Kanton Zürich.

  • Grössere Eingriffe werden ausschliesslich stationär durchgeführt. Dabei bleiben Sie für 2-3 Übernachtungen im Spital. Nach dem Spitalaustritt sehen wir Sie innerhalb einer Woche für die erste Wundkontrolle, anschliessend in regelmässigen Abständen bis zur gesicherten Wundheilung. Je nach Eingriff tragen Sie während der Wundheilung Kompressionswäsche.
    Bei grossen Eingriffen oder wenn mehr als eine Körperzone operiert wurde, sind Wundheilungsstörungen möglich. Diese können nach entsprechender Anleitung ohne erneuten Spitalaufenhalt ambulant behandelt werden.
  • Ebenso kann es in den behandelten Körperzonen zu Wundwasseransammlungen kommen. Diese müssen von einer medizinischen Fachperson punktiert werden.
  • Die Erholung nach einem solchen Eingriff kann 4-6 Wochen dauern. Nach circa 2-4 Wochen können Sie Büroarbeit wieder aufnehmen, körperlich schwere Arbeiten sollten nach 4-8 Wochen wieder möglich sein.

Überschüssige Haut kann als störend empfunden werden. Sie kann aber auch gesundheitliche Probleme verursachen. Die plastischen Chirurgen des Adipositas-Netzwerks sind auf körperkonturierende Eingriffe spezialisiert.