Häufig gestellte Fragen - FAQ

Einige Fragen zur Magen-Operation können wir Ihnen hier schon beantworten.

Beide Verfahren werden unter Vollnarkose durchgeführt.

Die angewandten Verfahren werden minimalinvasiv, also in Schlüssellochtechnik, durchgeführt. Die kleinen Schnitte in der Bauchdecke hinterlassen in der Regel nur sehr kleine Narben.

In der Regel ist ein Spitalaufenthalt von 4 Tagen notwendig.

Nach der Operation dürfen Sie zunächst flüssige Nahrung zu sich nehmen. Im Laufe der nächsten vier Wochen wird die Ernährung nach und nach angepasst. Ca. 4 Tage nach der Operation können Sie weiche Kost essen, nach 14 Tagen dann zunehmend weitere Nahrungsmittel. Nach Ablauf von vier Wochen kann ein Übergang zu normaler Vollkost erfolgen.

Es ist extrem wichtig, die Essgewohnheiten nach einer Adipositas-Operation völlig umzustellen. Es ist nicht zwingend notwendig, eine bestimmte Diät einzuhalten, aber die Menge und Art der Nahrung sollten unbedingt angepasst werden. Hierbei helfen Ihnen die Ernährungsberaterinnen unseres Netzwerks.

Schmerzen können in den ersten Tagen nach der Operation auftreten und fühlen sich an wie Muskelkater im Bereich der Narben. Sollte dies der Fall sein, erhalten Sie Schmerzmittel.

Beim Magenbypass ist eine Vergrösserung des Pouches äusserst selten.

Beim  Schlauchmagen hingegen kann es zu einer Dilatation kommen, einer Erweiterung oder Dehnung des Restmagens. Diese Ausdehnung kann durch fortgesetzte Diätfehler ausgelöst werden, etwa dann, wenn sich ein Patient nicht an die Vorgaben der ihn postoperativ beratenden Ernährungsspezialisten hält und unkontrolliert isst. Im Extremfall kann es so im Zeitraum von 1 bis 2 Jahren nach der Operation zu einer Ausweitung des Schlauchmagens kommen.

Es kann zu einer Dilatation, das heisst  einer Erweiterung oder Dehnung des Restmagens, kommen, wenn regelmässig zu viel gegessen wird. Ein Platzen des Magens ist nicht möglich, es können allerdings Schmerzen und Reaktionen wie Erbrechen, Durchfall usw. auftreten. Die Aufnahme grosser Mengen an Nahrung muss nach erfolgter bariatrischer Operation unbedingt unterbunden werden. Direkt nach dem Eingriff kann dadurch auch einmal eine Naht undicht werden, da die Nähte dann noch nicht abgeheilt sind.

Die Schlauchmagen-Operation, der sogenannte «Sleeve», ist ein endgültiges, irreversibles Verfahren. Der Magenbypass kann in einer sehr grossen und aufwändigen Operation wieder entfernt werden. Das Risiko dieser Operation ist jedoch hoch, so dass dies grundsätzlich nicht vorgesehen ist.

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff können auch bei den bariatrischen Verfahren Komplikationen während der Operation auftreten. Dies können Blutungen sein oder die Verletzung von Nachbarorganen des Magens. Allgemein können Thrombosen, Lungenembolien, Wundinfektionen und Wundheilungsstörungen auftreten. Undichtigkeiten der Nähte nach der Operation kommen sehr selten vor. Sie werden entweder mit einer erneuten Operation oder einer Magenspiegelung behandelt und bringen immer einen längeren Spitalaufenthalt mit sich.

Dank zahlreicher Vorsichtsmassnahmen sind diese Komplikationen jedoch selten.

Es ist in der Regel nicht nötig, nach dem Eingriff Medikamente einzunehmen. Dem Körper müssen allerdings nach erfolgter Operation lebenslang Multivitaminpräparate zugeführt werden, um Mangelerscheinungen vorzubeugen und fehlende Vitamine und Mineralien zu ersetzen. Da Sie die Kosten selbst übernehmen müssen, beraten wir Sie gerne über kostengünstige Varianten.

In der Regel verlieren die Patienten innerhalb der ersten 6 bis 12 Monate sehr schnell und viel an Gewicht. Beim Schlauchmagen sind es 50 - 60 % des Übergewichts und beim Magenbypass sogar 60 - 70 %. Die Ergebnisse hängen zusätzlich von der Veränderung Ihres Alltags- und Ernährungsverhaltens ab.

Im Krankenkassenversicherungsgesetz ist geregelt, dass die operative Behandlung der Adipositas zur Pflichtleistung der Krankenkassen gehört. Die Einschlusskriterien finden Sie hier. Nach der Operation entstehen regelmässige Ausgaben für den Vitaminersatz sowie am Anfang allenfalls für Eiweisspulver. Sollte vor dem Eingriff sehr hohes Übergewicht bestanden haben, kann auch ein chirurgischer Eingriff zur Beseitigung von überschüssiger Haut notwendig sein. Die entsprechenden Kosten gehen ebenfalls zu Lasten des Patienten.

Nach der Operation zeigt sich zunächst häufig eine körperliche Erschöpfung und Müdigkeit, die sich jedoch nach etwa 4 Wochen bessert. Darauf sollten Sie und auch Ihr Arbeitgeber eingestellt sein. In der Regel sind Sie nach einer Adipositas-Operation zwei bis vier Wochen krankgeschrieben.

Nein, das ist nicht möglich. Unser Körper kommt generell mit sehr wenig Nahrung aus. Wichtig ist nach dem Eingriff nur, dass Sie hochwertige Lebensmittel essen und Ihrem Körper die nötigen Eiweisse, Vitamine und Mineralien zukommen lassen.

In der ersten Zeit nach bariatrischen Eingriffen kann es zu Übelkeit kommen. Meist wird dies allerdings durch falsches Essverhalten wie zu schnelles Essen, zu viel Essen, gleichzeitiges Essen und Trinken oder nicht ausreichendes Kauen ausgelöst. Treffen all diese Punkte nicht zu und Sie müssen trotzdem erbrechen, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen.

In den ersten postoperativen Monaten kann es aufgrund des raschen Gewichtsverlustes und des Vitamin– und Eiweissmangels zu vermehrtem Haarausfall kommen. Dieser Zustand normalisiert sich wieder, sobald der Gewichtsverlust nicht mehr so rasch voranschreitet und sich die Vitamin-Speicher und Spurenelemente durch bedarfsgerechte Ernährung und Multivitaminpräparate wieder normalisiert haben.

Nach einer bariatrischen Operation verändern sich Aufnahme sowie Verwertung des Alkohols. Nach der gleichen Menge Alkohol weist der bariatrisch operierte Patient deutlich höhere Blutalkoholkonzentrationen auf, die dann auch deutlich langsamer abfallen. Die «1-Glas-Regel» gilt also nicht mehr.

Nach einer bariatrischen Operation weisen sie einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen auf. Vor allem das Eisen ist trotz Substitution bei Frauen häufig tief. Daher sollten Sie nicht Blut spenden.

Sollten Sie unter sehr hohem Übergewicht gelitten haben, kann ein solcher Eingriff nach der bariatrischen Operation notwendig sein. Genaueres können Sie stets in den Nachsorgeterminen mit Ihren behandelnden Ärzten klären.

Nach dem Eingriff findet eine standardisierte Nachsorge statt, die alle Bereiche wie Ernährungsberatung und physische sowie psychische Unterstützung einschliesst. Als Patient verpflichten Sie sich bereits vor dem Eingriff zur Teilnahme am Nachsorgeprogramm.

Unser Gesetz schreibt vor, dass eine minimale Wartefrist von 3 Monaten zwischen dem ersten Termin bei einem unserer Spezialisten und der Operation eingehalten werden muss.

Ihr Hausarzt wird durch die Spezialisten des Netzwerks in alle Themen einbezogen, es erfolgt ein ständiger Informationsaustausch. Ihr Hausarzt wird auch in die Nachsorge eingebunden sein.

Nach einer Adipositas-Operation nimmt die Fruchtbarkeit sehr rasch zu. Wir raten Ihnen deshalb, 18 - 24 Monate nach der Operation sicher zu verhüten, zum Beispiel mit einer Spirale. Die anderen Verhütungsmittel sind während dieser Zeit nicht sehr sicher. In den ersten Monaten nach der Operation findet eine grosse Gewichtsabnahme und Umstellung des Körpers statt. Es ist deshalb sehr schwierig, dem werdenden Kind genügend Vitamine und Kalorien zuzuführen, um Schäden zu vermeiden.

Nach dieser Zeit ist eine Schwangerschaft möglich. Es sind jedoch auch intensive ärztliche Kontrollen der Vitamine und Spurenelemente notwendig, damit Sie ein gesundes Kind zur Welt bringen.