Angebot des Adipositas-Netzwerks

Wir sind auf die Behandlung von Adipositas spezialisiert und bieten unseren Patienten alle Leistungen, die im Rahmen einer erfolgreichen Therapie notwendig sind.

Im Adipositas-Netzwerk bieten wir das gesamte Spektrum der Adipositas-Behandlung an, wobei die konservativen Therapiemethoden (das Zusammenspiel von Ernährungsumstellung, Bewegung und Verhaltenstherapie) die erste Option sind. Führen diese nicht zu einem langfristigen Behandlungserfolg, kann ein chirurgischer Eingriff eine weitere Option sein. Nur wer wirklich bereit für diesen Schritt ist, kann operiert werden.

 

DER BEHANDLUNGSABLAUF IN SECHS SCHRITTEN

  1. Vom Hausarzt in die Adipositas-Sprechstunde
  2. Untersuchung und Beratung durch interdisziplinäre Experten
  3. Ernährungsberatung als Vorbereitung auf das Leben nach der Operation
  4. Bariatrische Chirurgie: Magenbypass- oder Schlauchmagen-Operation
  5. Nachsorge
  6. Wiederherstellung des Körperbildes durch rekonstruktive Chirurgie

 

1. Vom Hausarzt in die Adipositas-Sprechstunde

Viele unserer Patienten werden von ihrem Hausarzt in die Adipositas-Sprechstunde (Kontakt am Ende dieser Seite) überwiesen. Hier wird die Behandlung des Patienten vorbereitet und koordiniert. Der Patient lernt den operierenden Chirurg kennen und erfährt von ihm, wie ein bariatrischer Eingriff abläuft. Um zu entscheiden, ob ein solcher Eingriff möglich ist, sind jedoch verschiedene Vorabklärungen nötig. 

Dazu zählen Untersuchungen und Gespräche bei Spezialisten der:

  • Endokrinologie
  • Ernährungsberatung
  • Gastroenterologie
  • Kardiologie
  • Physiotherapie
  • Pneumologie
  • Psychologie

Diese Termine werden von den Mitarbeitenden der Adipositas-Sprechstunde für den Patienten koordiniert.

 

2. Untersuchung und Beratung durch interdisziplinäre Experten

Vor einer möglichen Operation wird geprüft, ob Ursachen für das Übergewicht vorliegen, die eine Behandlung benötigen (z. B. Schilddrüsenunterfunktion). Im Gespräch mit einer Ernährungsberaterin setzt sich der Patient mit seinem Essverhalten auseinander. Abhängig vom Zustand des Patienten werden auch Herz und Lunge untersucht. Der Magen wird gespiegelt, und mit Ultraschall werden Gallensteine ausgeschlossen. Ein Gespräch mit dem Psychologen dient dazu, eine schwere psychiatrische Erkrankung auszuschliessen und die Motivation für die Mitarbeit nach dem Eingriff abzuschätzen. Bei Frauen muss auch eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.

Erst wenn alle medizinischen Voruntersuchungen durchgeführt wurden und der Patient einer bariatrischen Operation zustimmt, wird diese auch durchgeführt.

 

3. Ernährungsberatung als Vorbereitung auf das Leben nach der Operation

Die Ernährungsberaterin spielt eine ganz wichtige Rolle in diesem Prozess. Sie möchte dem Patient helfen, die Krankheit Adipositas und die Rolle des Essverhaltens besser zu verstehen. Sie zeigt ihm, welche Lebensmittel gesund sind und wie er sich vor und nach der Operation gesund ernähren kann. Vielleicht ist das Gewichtsziel auch ohne eine Operation erreichbar - die Ernährungsberaterin unterstützt den Patient dabei.

Ist eine bariatrische Operation der nächste Therapieschritt, bereitet die Ernährungsberaterin den Patient auf die Operation und die Ernährungsumstellung nach dem Eingriff vor. Sie unterstützt ihn dabei, die Ernährungsumstellung zu erreichen, mit der das Gewicht langfristig stabil bleiben kann.

 

4. Bariatrische Chirurgie: Magenbypass- oder Schlauchmagen-Operation

Die Chirurgen des Adipositas-Netzwerks sind sehr erfahren und führen regelmässig Magenbypass- und  Schlauchmagen-Operationen durch. Beide Verfahren versprechen eine äusserst hohe Erfolgsquote mit einem durchschnittlichen Übergewichtsverlust von mindestens 60%.

Zudem tritt häufig eine schnelle Besserung der verschiedenen Begleiterkrankungen ein. Sind die Rahmenbedingungen erfüllt und Patient und Arzt stimmen der Durchführung einer bariatrischen Operation zu, wird diese in der Adipositas-Sprechstunde ausführlich besprochen und geplant.

 

5. Nachsorge

Die Adipositas-Operation alleine macht nicht schlank. Um das Übergewicht dauerhaft zu senken und die mit der Adipositas zusammenhängenden körperlichen und seelischen Begleiterscheinungen zu bewältigen, ist ein umfassendes Nachsorgeprogramm notwendig. Die Spitäler des Adipositas-Netzwerks wenden hierfür die Richtlinien der SMOB (Swiss Society for the Study of Morbid Obesity and Metabolic Disorders) an.

Unsere Patienten werden nach dem chirurgischen Eingriff nicht nur durch ihren Hausarzt, sondern von den Spezialisten der verschiedenen Fachbereiche betreut: diplomierte Ernährungsberater, Physiotherapeuten, Psychologen und Chirurgen. Gemeinsam stellen wir eine langfristige, übergreifende Nachbetreuung sicher.

In den ersten Wochen erhalten Patienten im Rahmen der Nachsorge Termine zur Wundkontrolle und Ernährungsberatung. Weitere Termine finden im ersten Jahr ca. alle drei Monate statt, danach mindestens jährlich über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg.

Zu beachten ist, dass die Patienten sich bereits vor der chirurgischen Behandlung verpflichten, lückenlos an den Nachkontrollterminen teilzunehmen. Nur dann übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten.

 

6. Wiederherstellung des Körperbildes durch rekonstruktive Chirurgie

Bariatrische Operationen führen in der Regel zu einem raschen und grossen Gewichtsverlust. Neben diesem gewünschten Effekt bleiben bei vielen Adipositas-Patienten teilweise massive Hautüberschüsse zurück. Hier kann die rekonstruktive Chirurgie helfen, das Körperbild zu korrigieren. Die plastischen Chirurgen des Adipositas-Netzwerks sind auf die Durchführung der sogenannten körperkonturierenden Eingriffe spezialisiert und bieten verschiedene Verfahren an.

 

Wir unterstützen unsere Patienten dabei, Ihr Übergewicht langfristig zu reduzieren.