Die Adipositas-Operation ist zwar ein wichtiger Baustein in der Behandlung dieser Krankheit, sie ist allerdings keinesfalls die alleinige Lösung.

Die Adipositas-Operation alleine macht nicht schlank

Um das Übergewicht dauerhaft zu senken und die mit der Adipositas zusammenhängenden Probleme körperlicher und seelischer Art zu beseitigen, ist ein zu Beginn sehr umfassendes lebenslanges Nachsorgeprogramm notwendig.

In den «Richtlinien zur Behandlung von Übergewicht» der SMOB ist die standardisierte Nachsorge genau festgehalten. Analog zu diesen Richtlinien wird das Programm in den Spitälern des Adipositas-Netzwerks angewandt.

Die Patienten werden nach dem chirurgischen Eingriff nicht nur durch ihren Hausarzt nachbetreut. Insbesondere kommen hier die Spezialisten der verschiedenen Zentren zum Einsatz: diplomierte Ernährungsberater, Physiotherapeuten, Psychologen und Chirurgen. Gemeinsam stellen wir eine langfristige, übergreifende Nachbetreuung sicher.

Neben der Beratung zu ausgewogener und gesunder Ernährung findet auch eine Instruktion für ein dem Patienten angepasstes Training statt. Bei dieser Form der Bewegung kommt es zur optimalen Fettverbrennung im Körper, während die Muskeln erhalten bleiben.

Der Organismus wird gestärkt, was zu einem gesteigerten Wohlbefinden und einer erhöhten Leistungsfähigkeit führt. Meist wurde in den Vorgesprächen bereits abgeklärt, ob ausserdem eine psychologische oder psychiatrische Begleitung nach der Operation angebracht ist.

In den ersten Wochen erhalten Patienten im Rahmen der Nachsorge Termine zur Wundkontrolle und Ernährungsberatung. Weitere Termine finden im ersten Jahr ca. alle drei Monate statt, danach mindestens jährlich über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg. Ab dem sechsten Jahr ist eine jährliche Kontrolle vorgesehen.

Zu beachten ist, dass die Patienten sich bereits vor der chirurgischen Behandlung verpflichten, lückenlos an den Nachkontrollterminen teilzunehmen. Nur dann übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten.