Langzeitergebnisse zeigen, dass nach einer OP ein durchschnittlicher Übergewichtsverlust von 50 - 70 % möglich ist. Zwei Methoden bieten erfahrungsgemäss eine äusserst hohe Erfolgsquote: der Magenbypass und der Schlauchmagen (Sleeve).

Wir bieten umfassende und bestmögliche Betreuung auf dem Weg in Ihr neues Leben.

Der chirurgische Eingriff als weitere Möglichkeit

Viele Menschen haben mehrere Diätversuche, Ernährungsberatungen und Verhaltenstherapien hinter sich. Hier kann ein chirurgischer Eingriff ein weiterer möglicher Weg sein, um die Adipositas langfristig zu bekämpfen.

Warum braucht es Chirurgie zum Abnehmen?

Ist erst einmal die Situation der Adipositas eingetreten, fällt es den Betroffenen meist sehr schwer, dieses starke Übergewicht wieder zu verlieren. Eine Reduktion des Gewichts mit konservativen Massnahmen wie z. B. Diäten bringt in der Regel einen Gewichtsverlust von 5 - 10 % des Körpergewichts.

Um dies zu erreichen, muss der Patient bereit sein, seine Ernährungsgewohnheiten völlig zu verändern und vermehrte sportliche Aktivitäten und Bewegung in sein Leben zu integrieren. Die Praxis zeigt allerdings, dass eine dauerhafte Umstellung der Gewohnheiten für die meisten Patienten schlichtweg nicht realisierbar ist. Hinzu kommt, dass bei sehr hohem Übergewicht ein Verlust in dieser Grössenordnung gar nicht ausreicht, um zum Normalgewicht zurückzukehren.

Erschwert wird der Erfolg konservativer Massnahmen auch durch folgenden Mechanismus: Die Adipositas bewirkt eine hormonelle Fehlregulation, die dafür sorgt, dass der Körper immer zu seinem Maximalgewicht zurückkehrt.

Somit bleibt oft nur die Operation als Möglichkeit der bleibenden Gewichtsabnahme. Die Verfahren, die im Adipositas-Netzwerk zur Anwendung kommen, bewirken eine Verringerung des Hungergefühls und verhindern die Nahrungsaufnahme in grossen Mengen. Somit folgt auf die Operation meist ein rascher Gewichtsverlust.

Dies macht es den Betroffenen deutlich leichter, die zwingend notwendige Umstellung der Lebens- und Essgewohnheiten zu meistern.

Wann kommt eine Operation in Frage?

Die Entscheidung für einen chirurgischen Eingriff fällt ein interdisziplinäres Team von Spezialisten. Gründliche Voruntersuchungen dienen dazu, mögliche Ursachen und Begleit- erkrankungen der Adipositas abzuklären.

Vor der Operation finden ausführliche Gespräche mit dem Patienten und den behandelnden Ärzten sowie dem Hausarzt statt. In diesen Gesprächen erfahren die Betroffenen alles über Nutzen, Grenzen und Risiken der Operation.

Da ein bariatrischer Eingriff drastische Veränderungen im alltäglichen Leben der Patienten zur Folge hat, ist eine vorangehende umfassende Information unabdingbar. 

Mut zur Veränderung und zur Gestaltung eines neuen Lebensabschnittes

Bereits im Vorfeld müssen sich die Patienten darüber im Klaren sein, dass sich ihr Leben nach dem Eingriff vollständig ändern wird.

In Gesprächen und Untersuchungen beim Hausarzt und den Spezialisten des Adipositas-Netzwerks wird im Vorfeld die Einstellung der Patienten zu dem bevorstehenden Eingriff genau überprüft.

Nur wer wirklich bereit für diesen Schritt ist, kann operiert werden, denn nach der Operation ist nicht nur die Umstellung der Essgewohnheiten zwingend notwendig.

Um den Körper auf das gewünschte Gewicht bringen zu können, muss viel Bewegung in den Alltag eingebaut werden. Dies ist wichtig, damit die Muskulatur erhalten bleibt, da diese vom Körper bei Gewichtsverlust als Erstes abgebaut wird.

Die diplomierten Therapeuten des Adipositas-Netzwerks unterstützen unsere Patienten nach der Operation dabei, mehr Bewegung in ihr Leben zu bringen. Dabei werden Art und Intensität des Trainings den persönlichen Bedürfnissen angepasst. Auch die Ernährungsberater stehen mit Rat und Tat zur Seite und helfen über die ersten Unklarheiten und Unsicherheiten hinweg.