Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gelten spezielle Richtlinien. Diese können Sie jederzeit in einem unserer Spitäler erfragen.

Wann wird der Eingriff von der Krankenkasse übernommen?

Die Krankenkassen übernehmen in folgenden Fällen die Kosten für die Operation:

  1. Bei einem BMI von über 35 kg/m2

  2. Wenn eine zweijährige, adäquate Therapie zur Gewichtsreduktion im Vorfeld erfolglos war

  3. Wenn sich der Betroffene schriftlich verpflichtet, eine 5-jährige Nachsorge in einem von der SMOB akkreditierten Zentrum durchzuführen

  4. Wenn die Operation in einem Zentrum durchgeführt wird, das nach den Richtlinien der SMOB verfährt und entsprechend zertifiziert ist

 

In den folgenden Fällen kann ein bariatrischer Eingriff nicht durchgeführt werden:

  1. Keine Durchführung einer mindestens zweijährigen konservativen Therapie zur Gewichtsreduktion

  2. Instabile koronare Herzkrankheit (Herzkreislauferkrankung)

  3. Ausgeprägte Niereninsuffizienz (Nierenfunktionsstörung)

  4. Schwangerschaft

  5. Leberzirrhose (Erkrankung der Leber)

  6. Morbus Crohn, Eingriff allenfalls möglich nach Rücksprache mit behandelndem Gastroenterologen

  7. Krebsleiden

  8. Ernsthaftes, nicht in Zusammenhang mit dem Übergewicht stehendes, behandlungsbedürftiges psychisches Leiden, welches sich therapeutisch in einem kritischen Stadium befindet

  9. Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen, bzw. keine gesicherte Abstinenz von mehr als 6 Monaten und bei nicht nachgewiesener fachkompetenter Begleitung

  10. Anzeichen fehlender Kollaboration mit den Spezialisten im Vorfeld der Therapie sowie mangelnde Bereitschaft, sich an die Auflagen und Bedingungen für die postoperative Therapie zu halten

Die Voraussetzungen für Patienten, die sich einem bariatrischen Eingriff unterziehen wollen, hat die Swiss Society for the Study of Morbid Obesity and Metabolic Disorders (kurz SMOB) in den Richtlinien zur operativen Behandlung von Übergewicht detailliert festgelegt. Diese Richtlinien sind in der Schweiz verbindlich.